Allmählich verschiebt sich das automatische Erwachen
bedingt durch den Jetlag um eine Stunde. Um sieben waren wir erneut am
Frühstücken, was in den Ferien bei uns wirklich früh ist J. Für viele Aktivitäten ist
das Frühaufstehen aber ein grosser Vorteil. So standen wir nicht Stunden an für
eine Fahrt mit der Cablecar. Direkt bei unserem Hotel ist die Station und so
fuhren wir mit sehr wenig Touristen und dafür mehr Berufstätigen bis ans andere
Ende an die Market Street. Dort schlenderten wir durch die Strassen und holten
beim Office AAA noch diverses Kartenmaterial. Als Mitglieder des Touringclub
kriegt man dort alles gratis. Ein guter Tipp, wenn man in Amerika auf Reisen
ist. Der Fussmarsch führte uns später zum Union Square. Der Einkehrschwung bei
einem Kaffee liessen wir uns nicht entnehmen. In der Zwischenzeit mussten wir
feststellen, dass der Kaffee nicht an allen Orten gleich schmeckt. Teilweise
like in Italy und dann wieder mehr wie Abwaschwasser. Tja, man kann bekanntlich
nicht alles haben. Mit dem Hop on Hop off Bus ging es wieder zurück zur
Fisherman’s Wharf. Der Magen machte sich bei uns allmählich bemerkbar so dass
wir im Subway unser Sandwich machen liessen. Anja und ich waren fast
überfordert mit den vielen Auswahlen von Brotmöglichkeiten, Fleisch und Fisch
Belegung, diverser Käsesorten und Salat oder Gemüse. Der Verkäufer meinte nur
mit einem Lächeln: „wohl zum ersten Mal in einem Subway?“ Tja ich kam mir vor
wie in einer Werbung, welche im Schweizerfernsehen ab und an läuft J. Danach ging es mit dem Hop
on Hop off Bus weiter zur Golden Gate Bridge. Diese liegt heute im dicken
Nebel. Die Fahrt dorthin war kühl und wir staunten nicht schlecht als wir am
Ende der Golden Gate Bridge alles im Sonnenlicht sehen konnten. Die Sonne
strahlte mächtig und der Anblick der Bay mit der Golden Gate Bridge
atemberaubend. Der Bus fuhr weiter nach Sausalito. Hier war es mächtig heiss.
Kaum vorzustellen, dass man vorhin auf der Brücke so gefroren hatte. Die Tour
führte uns später wieder zurück. Ein 24h Ticket für 40 USD pro Erwachsenen mit
so vielen Fahrmöglichkeiten hat sich für die Stadt San Francisco mehr als
gelohnt. Jetzt ruhen wir uns im Hotel etwas aus, bevor es dann wieder weiter
geht. Mal sehen wozu wir uns spontan heute entscheiden werden.
Der Entschluss stand ziemlich schnell fest. Die Golden
Gate Bridge kam plötzlich wieder zum Vorschein und so sind wir dem Strand
entlang marschiert und auf einen alten Pier unterhalb der Schokoladenfabrik
Ghiradelli. Von weitem hörten wir das Horn des Kreuzfahrtschiffes Grand
Princess, welche am Hafen von San Francisco tagsüber angelegt war. Sie war am
Auslaufen aus der Bay mit Fahrt Richtung Golden Gate Bridge. Dies wollten wir
uns nicht entgehen lassen. Während wir dem Schiff zuschauten und die Sonne die
Bridge in ein warmes Licht verwandelte sah ich plötzlich einen Seelöwen im
Meer. Leider war er sehr schnell wieder weg. Vielleicht haben wir ja Glück und
es sind doch welche auf der Pier 39. So machten wir uns nach dem Apéro im Hotel
wieder auf den Weg zur Pier 39. Leider war aber nach wie vor kein Seelöwe da.
Sie ziehen in dieser Jahreszeit südlicher. Im Restaurant Neptune liessen wir es
uns kulinarisch mit Fish, Crevetten oder einer Pasta gut gehen. Den Blick auf
das Meer sowie die Stadt im Abendrot mit dem aufkommenden Nebel wollten wir am
letzten Abend hier vor Ort nochmals richtig geniessen. Morgen heisst es
Abschied nehmen von einer wirklich tollen Stadt. Das Reiseabenteuer für uns
kann beginnen J.
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