Samstag, 27. Juli 2013

27. Juli 2013 - Page

Diese Nacht war nicht mehr so heiss als gestern. Wir vermuten etwa 24 Grad. Aber genaue Nachttemperaturen können wir nicht sagen, da wir nur jeweils die Aushänge am Market Store lesen. Der Himmel war bedeckt und wir waren froh, dass wir gestern die Antelope Canyon Tour gemacht haben. Niemals hätten wir solche tolle Momente ohne Sonnenstrahlen sehen können. Wir fahren nach dem Frühstück zum Horseshoe Bend. Wer schon mal da war, weiss wie es da aussieht. Der Colorado River fliesst um einen Felsen und es sieht aus wie ein Hufeisen. Die Aussicht kann man von Felsen selbst sehen, den ganzen Fluss aber nur von zuvorderst an der Kante, und da geht es einfach nur noch in die Tiefe zum Colorado River runter, geschätzte 500 Meter oder mehr senkrecht. Keine Absperrung nichts – reine Natur. Aber es wird überall gewarnt zu nah an den Abgrund zu treten. Wir waren vernünftig genug um einen gewissen Abstand zu wahren, gerade auch mit Anja. Immer wieder hörte man Eltern ihre Kinder warnen und mahnen – da geht es vielen gleich mit der Angst und der Vorsicht J. Ich getraute mich dann auf dem Bauch bei einem Felsen ganz nach vorne bis zur Kante um das ganze Bild des Flusses zu sehen, zu filmen und fotografieren. Atemberaubend!!! Selbst Andreas der ja nicht schwindelfrei ist, hat sich weit nach vorne getraut (ca 1.5 Meter bis zum Abgrund) und Anja durfte auch so weit, wie wir es zumuten konnten.

Danach ging es den Fussmarsch wieder zurück zum Camper. Wir wollten heute nun etwas baden am Antelope Point. Wir sind zur Marina runter. Der Anblick zwischen den Boten am Felsstrand zu baden, hat uns aber nicht so gut gefallen. In der Zwischenzeit wurde es mächtig schwarz. Wir fahren zurück zu unserem Campground und entscheiden uns da an den Strand zu gehen. Hier ist es etwas besser, was das Wetter angeht. Dank des bedeckten Himmel hält man die Wärme auch aus. Wir haben heute 33 Grad – fast wie Zuhause J. Ihr in der Schweiz habt es ja mächtig warm, wie wir teilweise lesen dürfen. Der Strand da ist teilweise aus rotem Sand und Felsen. Genau so etwas haben wir gesucht. Wir geniessen eine Zeitlang das Baden und dann geht es aber retour zum Camper – je ¾ Meilen pro Weg, da es nun auch bei uns sehr stark windet und sich der Himmel schwarz färbt. In der Weite sieht man die Blitze. Bald darauf stürmt es enorm. Der Regen ist zaghaft, aber der Wind fegt um die Camper. Wir sitzen drinnen, laden Fotos runter, lesen, schreiben etc. Danach koche ich zum ersten Mal im Camper mit dem Gaskocher. Mal nicht grillen heute. Essen können wir aber wieder draussen, da sich der Himmel wieder von der schönen Seite zeigt. Es ist einfach enorm gemütlich das Campen. Unkompliziert, Haartrockner braucht es nicht, das macht die Wärme oder der Wind – der Föhn würde so oder so kaum funktionieren – zu wenig Leistung, wenn mal die Kleider schmutzig sind, was soll’s, Füsse sind ja so oder so immer „schwarz“ und im Camper lebt man mit Sand. So wird täglich kurz gewischt und das hat sich dann. Abends sind wir mit Stirnlampe draussen am Spielen, gemütlich ein Bier oder Wein trinken und einfach den Urlaub geniessen.

 

Geplante Miles: 15

Gefahrene Miles: 41

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