Das Wetter war bedeckt und relativ kühl. Früh wollten wir
heute los, denn es steht einiges auf dem Programm. So waren wir bereits wieder
um sieben Uhr beim Frühstück. Eigentlich wollten wir was über die Strasse
nehmen. Da wir mit dem Restaurant so zufrieden waren, entschieden wir spontan dort
zu frühstücken. Kurz nach acht sind wir bereits vom Hotel weg. Das Tanken
zeigte sich für einen kurzen Augenblick schwieriger als bei uns. Wir merkten
aber schnell, dass man in Amerika zuerst bezahlt und dann tanken kann. Danach
ging die grosse Etappe los. Zuhause dachten wir noch wir besuchen das Aquarium
in Monterey. Haben dies aber heute gekippt und es hat sich gelohnt für all das,
was wir heute erleben und sehen durften!!! Als erstes fuhren wir auf dem
17-Mile-Drive – eine hochgespielte Touristenattraktion, welche wir aber dennoch
mal sehen wollten. Dort gibt es Villen, wie es nur in Amerika gibt. Golfplätze
wie z.B. Pepple Beach – ein wahrer Traum und viele Vögel sowie weit draussen
Seelöwen. D.h. diese hörten wir als erstes und später erblickten wir sie. Am
Ende des 17-Mile-Drive kommt Carmel. Ein Städtchen, das bekannt ist durch den
ehemaligen Bürgermeister Clint Eastwood. Es reihen sich wunderschöne Häuser
aneinander mit ihren Gärten und sonst gibt es dort wenig. Sehr hübsch durch die
Strassen zu fahren oder auch mal zu marschieren. Der weisse breite Sandstrand
ist eine Augenweide. Danach ging es direkt weiter zum Point Lobos State Reserve.
Die Gegend wird durchzogen von vielen Nature Trails. Ein Uferpfad umrundet die
Halbinsel und wir konnten viele Seehunde und Seelöwen erblicken. Viele
Vogelarten und Pflanzen gibt es in diesem Reservat. Ein Trail führte uns ans
Meer und wir verweilten eine Zeitlang mit dem Blick zu den verspielten Seehunden.
Es war einfach herrlich! Auf dem Rückweg knurrten unsere Bäuche. Wie die Uhr
uns sagte war es bereits nach ein Uhr. So entschieden wir beim nächsten
Restaurant oder Imbiss anzuhalten. Tja, ist auf dem Highway 1 nicht so leicht J. Entweder sieht man das
Schild zu spät oder man fährt und fährt. Nach ca. 1 ¼ Stunde kamen wir nach Big
Sur und da gibt es viele Möglichkeiten sich zu verpflegen. Ein kurzer Rast
planten wir nun ein und dann ging es weiter Richtung Süden. Von hier an war blauer
Himmel und Sonnenschein. Ab Point Lobos befindet man sich definitiv auf dem
schönsten und einsamsten Abschnitt der #1. Grossartige Ausblicke und Buchten sowie
die Steilküste belohnen immer wieder die Serpentinenfahrt. Anja hat die Kurven
heute alle sehr gut überstanden. Da hat wohl die Homöopathie von Cocolus gut
gewirkt.
Den nächsten Halt planten wir beim Julia Pfeiffer Burns
State Park. Der etwa 500m lange Waterfall Trail läuft durch einen Tunnel unter
der #1 hindurch bis zu einem Aussichtspunkt hoch über dem Pazifik. Tief unten
befindet sich ein Strand auf den sich pittoresk ein Wasserfall ergiesst. Ein
wahrer Traum!
Weiter ging es den Serpentinen entlang und immer wieder
wunderbare Möglichkeiten anzuhalten. Wenn jeweils eine Gruppe von Leuten
irgendwo steht ist meistens etwas zu sehen. So haben wir auch Geier erblickt
und später was wunderbares, wovon wir nur träumen konnten. Weit draussen im
Meer waren Wale. Die Fontänen spritzen in die Luft und die Flossen sowie den
Rücken konnte man sehen. Dies liessen wir auf uns wirken und blieben eine Weile
da auf dem Aussichtsplatz stehen. In der Zwischenzeit war es bereits kurz nach
fünf und wir hatten noch eine Weile zu fahren. Dennoch liessen wir das Reservat
Piedras Blancas nicht aus. Dort dürfen sich neben Robben, Seelöwen und Seevögel
auch See-Elefanten ungestört fühlen. Die See-Elefanten waren so nah und
beeindruckten uns durch ihre Rufe und ihr Wesen. Dann hiess es Abschied nehmen
von vielen Eindrücken und weiter nach Pismo Beach.
Kurz nach sieben trafen wir im Best Western Plus Shore
Cliff ein. Das Hotel ist auf einer Klippe gelegen und hat eine sehr schöne
Anlage. Auch das Zimmer mit Ausblick auf das Meer ist grandios. Hier zahlen wir
weniger als gestern und uns wird ein wirklich guter Standard da geboten. Das
Abendessen geniessen wir neben an mit mexikanischer Küche. Generell merkt man
nun, dass er spanische Teil immer mehr zum Vorschein kommt.
Mit dem Schreiben des Blog können wir den Tag so richtig
verarbeiten und lassen Euch gerne an unserer Reise teilhaben.
Geplante Miles: 150
Gefahrene Miles: 170
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