Die Sicht war heute morgen gut und wir konnten die Golden
Gate Bridge nochmals von unserem Zimmer aus sehen. Nach dem Frühstück packten
wir alles ordentlich zusammen. Das Checkout nahte und wir bekamen die
Möglichkeit das Gepäck im Hotel Argonaut einzustellen und später abzuholen. So
fuhren wir mit dem Taxi zur Autovermietung Alamo. Wir waren wohl nicht die
einzigen, welche da ihr Auto abholtenJ.
Die Schlange war lang und wurde mit der Zeit noch viel länger. Zum Glück haben
wir das Gepäck nicht mitgenommen. Es hätte fast kein Platz gehabt dies ordentlich
hinzustellen. Das Auto war gebucht von der Schweiz aus, ein Typ Standard SUV.
Der Angestellte von Alamo wollte uns dann ein grösseres Auto für einen Aufpreis
von 20 USD im Tag vorschlagen. Wir waren perplex und wimmelten gleich
ab. Es wäre ja gelacht, wenn wir unser Gepäck nicht im vorreservierten Auto unterbringen
können. Ja und dann kam noch hinzu, dass wir von der Schweiz aus das GPS
bestellt haben. Aber es war keines mehr da. Da haben wohl einige Touristen
keine Freude gehabt. Na ja, dank dem Kartenmaterial von AAA werden wir es wohl
schon schaffen. Früher ging es ja auch ohne GPS! Jedoch wird Martina von
unserem Reisebüro bei Kuoni der Sache nachgehen müssen, denn schliesslich haben
wir für das GPS bezahlt und nun wurde die Leistung nicht erbracht. Bis wir dann unser Auto
schliesslich hatten, verging fast eine Stunde. Das erhaltene Auto ist ein Dodge.
Wirklich mehr als gross genug für uns drei und das Gepäck! Danach ging es mit
Karte bewaffnet für mich als Beifahrerin durch die Strassen von San Francisco
und zum Hotel Argonaut zurück. Aber Hand aufs Herz: Andreas hat den Weg auch
ohne meine Anweisungen gefunden. Irgendwie kennt man sich nach drei Tagen in
der Stadt aus. Beim Hotel angekommen verstauten wir alles, deckten uns mit
Getränken ein und fuhren nordwärts eigentlich auf den Highway Nr. 1. Aber wegen
einer Baustelle gab es keine Abzweigung und so landeten wir direkt auf der
Golden Gate Bridge. Ach es gibt schlimmeres J –
so fuhren wir über diese imposante Brücke und genossen diese Fahrt. Auf dem
Rückweg war die Beschilderung gut und wir gelangten ohne Probleme auf den
Highway 1. Der Verkehr war am Anfang noch ziemlich dicht, aber hier in Amerika
ist das fahren irgendwie ruhiger. Wir fuhren der Küstenstrasse entlang und
machten Unterwegs immer wieder mal einen Halt. Der Anblick der schäumenden
Wellen im Sonnenlicht war einfach nur schön.
Ca. 10 Miles südlich des Pigeon Point Lighthouse – im Ano
Nuevo State Reserve - haben wir einen Stop geplant um Seeelefanten zu sehen. Der
Ranger teilte uns aber mit, dass der Weg hin und zurück über zwei Stunden
dauern würde. In Anbetracht der Zeit – es war bereits schon 15.00 Uhr – haben
wir uns leider schweren Herzens dagegen entschieden. Der Ranger hat uns glücklicherweise
einen tollen Typ gegeben. Auf der morgigen Etappe, können wir Nähe San Simeon
auch Seeelefanten sehen. So fuhren wir direkt nach Monterey. Unser Hotel Best
Western Plus Beach Resort liegt direkt am Meer. Die Aussicht ist toll und der
Stop lohnenswert. Das Hotel selbst ist in die Jahre gekommen und die
Übernachtungskosten werden wohl eher infolge traumhafter Aussicht berechnet als
mit der Hotelzimmereinrichtung. Für die Musikanlage und den Fernseher wird viel
wert gegeben, aber die Teppiche und die Hellhörigkeit sowie die Bauweise lassen
zu wünschen übrig. Nach dem Check-In erfreuten wir uns an einem Apérolspritz
und später vergnügten wir uns am Strand vor dem Hotel. Auch mit Fliess und
langer Hose macht das Meer Spass J.
Voller Sand und nasser Hose sind wir später aufs Zimmer. Geplant war in der
Badewanne die Füsse von mir und Anja zu waschen. Weit gefehlt ich bediente den
Knopf nicht richtig und war mit samt der Jeans und dem T-Shirt geduscht. Ein
lautes Grinsen war natürlich von uns zu hören! Nach der ungeplanten Dusche
machten wir uns frisch, verweilten noch etwas auf dem Zimmer und später haben
wir im 4. Stock des Hotels das Abendessen in vollen Zügen genossen. Zwar hatten
wir keinen Sonnenuntergang, wie Freunde vor zwei Jahren, aber das Essen war
echt super!!! Nun sitzen wir auf dem Zimmer schreiben am Blog, lesen in dem
Reiseführer und hören das tolle rauschende Meer. Unsere Kleine schläft währenddessen
in ihrem grossen Queensizebed trotz Licht.
Geplante Miles: 124
Gefahrene Miles: 132
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