Die erste Nacht im Camper war eine neue Erfahrung für
uns. Wir alle haben gut geschlafen. Es war zwar ziemlich warm, da wir die
Aircondition infolge des Lärms nicht eingestellt haben. Aber es könnte um diese
Jahreszeit noch viel wärmer sein. Wir haben seit Las Vegas nicht mehr so heiss
und für diese Woche sind überall starke Gewitter angesagt mit starkem Regen.
Wir werden sehen. Erst mal gemütlich frühstücken draussen mit Toast, Kaffee und
Orangensaft. Danach wollten wir in Ruhe mal das Dumpen (Leeren von grau und
schwarz Wasser) in Angriff nehmen. Eigentlich wäre es ja nicht notwendig
gewesen, aber wir wollten wissen, ob wir dies auch können. Gesagt getan und
nach 10 Minuten waren alle Tanks geleert und Frischwasser aufgefüllt. War
wirklich keine Hexerei J.
Danach verliessen wir den Campingplatz und fuhren in Kingman noch ein
Shoppingcenter an, da wir festgestellt haben, dass wir für die nächsten 17 Tage
das eine oder andere brauchen könnten.
Erneut ein Walmarkt und gross…… Mit fragen kommt man dann doch zeitlich
ans Ziel J. Um
elf konnten wir dann schliesslich los und diesmal habe ich (Daniela) mich
entschieden, den Camper mit 27 Fuss = ca. 8.10m zu fahren. Hey und es ging – es
macht sogar Spass!! Auf der Interstate 40 ging es Richtung Westen. Bei Seligman
verliessen wir die Interstate und peilten die Route 66 für ein kurzes Stück an.
Da wird noch etwas von der alten Tradition gelebt. Mittleierweile beginnt es
leicht zu Regnen. Wir lassen den Flair der Route 66 auf uns wirken und fahren
später Richtung Grand Canyon. Der Himmel wird in der Zwischenzeit schwarz und
Gewitter ziehen auf. Auf der Höhe Williams riss der Himmel alle Schleusen auf
und es regnet wie nur was. Noch heisst es ca. eine Stunde Fahrzeit bis zum
Grand Canyon. Allmählich wird es wieder schöner und wir kommen trockenen Fusses
im Grand Canyon Village an. Die Suche des Mather Campgrounds beginnt. Aber
diesmal ist es einfacher als gestern. Um 15.15 Uhr haben wir den Eingang des
Campgrounds erreicht. Die Site 69 haben wir bereits von Zuhause aus gebucht und
wir konnten sobald dahin. Die Wege sind nicht so gross und da heisst es mit den
Ästen ganz schön aufpassen. Die Einfahrt in die Site 69 war recht eng. Aber mit
der Lotsung von Andreas habe ich dies auch gemeistert. War dann schon etwas
stolz auf mich J.
Jetzt stellt sich ein kleiner Hunger ein und wir genossen eine Schale
Cornflakes. Danach marschierten wir los zum Shuttle Bus und dieser brachte uns
zum Visitor Center – an den Mather Point. Der Anblick des Grand Canyon
verschlug mir den Atem und ich weinte nur noch vor Freude. Gigantisch, was das
uns die Natur schenkt!!!! Mittlerweile ist der Himmel wieder schwarz und es
windet stark. Nun heisst es entweder zieht die Front an uns vorbei oder wir
müssen schnell einen Unterschlupf suchen, was vielen anderen auch so ergeht.
Wir geniessen noch eine Weile den Ausblick, marschieren zum Visitor Center
zurück und stellen fest, hey die Sonne kommt zum Vorschein. Also wieder an den
Rim und alles auf sich wirken lassen. Danach ging es einen Teil zu Fuss und
einen Teil mit dem Shuttle zum Wohnmobil zurück. Etwas später wird Feuer
gemacht, welches jetzt in der Regenzeit auf den Feuerstellen wieder erlaubt
ist. Wir grillen und zum Abendbrot gibt es Fleisch und Salat. Wir sitzen noch
eine Weile zusammen bis der Abwasch erfolgt und später mit Stirnlampe, denn es
ist mittlerweile stockdunkel, eine Runde Yazzy gespielt wird. Es war ein
gelungener Tag mit einem wunderbaren Abschluss. Morgen planen wir eine
Fahrradtour dem Rim entlang. Mal sehen, ob uns das Wetter gut gesinnt ist.
Geplante Miles: 172
Gefahrene Miles: 177
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