Dienstag, 30. Juli 2013

30. Juli 2013 - Mesa Verde

Bei tiefblauem Himmel und kühlen Temperaturen, gerade mal 11 Grad um sieben morgens, sind wir erwacht. Im Camper war es diese Nacht relativ kühl und alle haben unter der Decke geschlafen J. Das Frühstück haben wir dennoch gerne im Freien genossen. Danach wollten wir auf dem Campground Mesa Verde einmal noch in Ruhe all die grossen Wohnmobile bestaunen. Es erinnert uns wirklich an grosse Reisecars bzw. selbst diese kommen uns noch kleiner vor, als diese Fahrzeuge der Amerikaner hier. Viele davon sind ältere Leute, welche ihren dritten Lebensabschnitt auf Reisen quer durch Amerika damit geniessen. Ja warum nicht – könnte uns wahrscheinlich auch passen für eine Zeitlang J.

Danach ging es los nach Mesa Verde. Die Strasse führt uns auf 2613 Meter – der höchste Punkt - und wir konnten eine Weitsicht von 260km geniessen. Ein wahrer Traum in die Ebene und in die Weite zu blicken. Hier sieht man aber auch, dass vor ein paar Jahren ein mächtiger Waldbrand gewütet hat. Ja es ist auch jetzt sehr trocken hier und somit die Stufe Waldbrand sehr gross. Wir fahren über kurvige Strassen hoch zum Chapin Mesa Archelogical Museum. Dieses besuchen wir in aller Ruhe und erfahren viel über die Ureinwohner von dieser Gegend. Sie lebten un-gefähr 500 bis 750 Jahre nach Christus. Die klassische Pueblo Periode in den Klippendörfern war jedoch erst um 1190 bis 1270 nach Christus. Wir wandern danach eine kurze Strecke zum Spruce Tree House. Dieses Klippendorf können wir auf eigene Faust besuchen und erkunden. Mein Kindheitstraum, seit meine Schwester mit ihrer Familie hier war, wurde heute erfüllt. Ich stand beim Anblick des Klippendorfes in Tränen und dankte, dass ich mit meiner Familie solch was Beindruckendes erleben darf. Für den Besuch nehmen wir uns Zeit. Danach fahren wir mit dem Camper den Mesa Top Loop ab und sehen immer wieder alte Ausgrabungen oder Klippendörfer. Nach einem gemütlichen Mittagessen im Camper geht es zur gebuchten Cliff Palace Tour. Natürlich ist alles in Englisch und die Rangerin erzählt viel über die Archäologie. Wir verstehen einen Bruchteil davon. Zum Glück haben wir gute Broschüren erhalten, zwar auch in Englisch, welche wir gestern studiert haben und heute auch nachlesen werden. Die Tour führt über eine schmale Steintreppe runter zum Klippendorf, dann wieder eine Leiter hoch – aber bei weitem nicht so arg, für Leute welche nicht schwindelfrei sind J. Nach dem Besuch des Klippendorfes fahren wir den Loop zu Ende und wieder etwa 22 Miles die Bergstrasse zurück zum Morefield Campground. Dieser liegt eingebettet in die Natur im Nationalpark und wir geniessen eine absolute Ruhe hier. Sie warnen vor freien Tieren unter anderem auch vor Bären. Jedenfalls sind alle Mülleimer bärensicher verschlossen und wir haben ein Merkblatt erhalten. Mal sehen, ob wir überhaupt ein wildes Tier sehen, denn dies ist immer mit viel Glück verbunden. Jetzt geniessen wir in aller Ruhe den Apéro in freier Natur und waren enorm erstaunt, dass wir hier sogar Internetanschluss haben. Anja wünscht mal kein Fleisch somit werde ich etwas kochen.
 
Während dem Essen kriegten wir tatsächlich Besuch von einem Deer (etwas Zwischen Elch, Hirsch und Esel). Dieser schaute stets zu uns und wir beobachteten auch ihn genau J. Nach rund einer Viertelstunde zog das Deer von dannen. Danach kam eine Runde Lottospiel und gleich darauf wird der Sternenhimmel bestaunt. Was für einen Sternenhimmel!! Eine Milchstrasse, von der man bei uns träumt und Sternbilder, die wir Zuhause kaum sehen können.
 
Geplante Miles: 26
Gefahrene Miles: 53

 

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