Danach ging es los nach Mesa
Verde. Die Strasse führt uns auf 2613 Meter – der höchste Punkt - und wir
konnten eine Weitsicht von 260km geniessen. Ein wahrer Traum in die Ebene und
in die Weite zu blicken. Hier sieht man aber auch, dass vor ein paar Jahren ein
mächtiger Waldbrand gewütet hat. Ja es ist auch jetzt sehr trocken hier und
somit die Stufe Waldbrand sehr gross. Wir fahren über kurvige Strassen hoch zum
Chapin Mesa Archelogical Museum. Dieses besuchen wir in aller Ruhe und erfahren
viel über die Ureinwohner von dieser Gegend. Sie lebten un-gefähr 500 bis 750
Jahre nach Christus. Die klassische Pueblo Periode in den Klippendörfern war
jedoch erst um 1190 bis 1270 nach Christus. Wir wandern danach eine kurze
Strecke zum Spruce Tree House. Dieses Klippendorf können wir auf eigene Faust
besuchen und erkunden. Mein Kindheitstraum, seit meine Schwester mit ihrer
Familie hier war, wurde heute erfüllt. Ich stand beim Anblick des Klippendorfes
in Tränen und dankte, dass ich mit meiner Familie solch was Beindruckendes
erleben darf. Für den Besuch nehmen wir uns Zeit. Danach fahren wir mit dem
Camper den Mesa Top Loop ab und sehen immer wieder alte Ausgrabungen oder
Klippendörfer. Nach einem gemütlichen Mittagessen im Camper geht es zur
gebuchten Cliff Palace Tour. Natürlich ist alles in Englisch und die Rangerin
erzählt viel über die Archäologie. Wir verstehen einen Bruchteil davon. Zum
Glück haben wir gute Broschüren erhalten, zwar auch in Englisch, welche wir
gestern studiert haben und heute auch nachlesen werden. Die Tour führt über
eine schmale Steintreppe runter zum Klippendorf, dann wieder eine Leiter hoch –
aber bei weitem nicht so arg, für Leute welche nicht schwindelfrei sind J. Nach dem Besuch des Klippendorfes
fahren wir den Loop zu Ende und wieder etwa 22 Miles die Bergstrasse zurück zum
Morefield Campground. Dieser liegt eingebettet in die Natur im Nationalpark und
wir geniessen eine absolute Ruhe hier. Sie warnen vor freien Tieren unter
anderem auch vor Bären. Jedenfalls sind alle Mülleimer bärensicher verschlossen
und wir haben ein Merkblatt erhalten. Mal sehen, ob wir überhaupt ein wildes
Tier sehen, denn dies ist immer mit viel Glück verbunden. Jetzt geniessen wir
in aller Ruhe den Apéro in freier Natur und waren enorm erstaunt, dass wir hier
sogar Internetanschluss haben. Anja wünscht mal kein Fleisch somit werde ich
etwas kochen.
Während dem Essen kriegten
wir tatsächlich Besuch von einem Deer (etwas Zwischen Elch, Hirsch und Esel). Dieser
schaute stets zu uns und wir beobachteten auch ihn genau J. Nach rund einer Viertelstunde
zog das Deer von dannen. Danach kam eine Runde Lottospiel und gleich darauf
wird der Sternenhimmel bestaunt. Was für einen Sternenhimmel!! Eine
Milchstrasse, von der man bei uns träumt und Sternbilder, die wir Zuhause kaum
sehen können.
Geplante Miles: 26
Gefahrene Miles: 53
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