Sonntag, 21. Juli 2013

20. Juli 2013 - 29 Palms bis Las Vegas

Welche Überraschung es ist bedeckt, warm und einiges an Feuchtigkeit liegt in der Luft. Eher ungewohnt für 29 Palms. So um halb zehn fuhren wir los Richtung Amboy. Jedenfalls meinten wir dies bis wir an einem Eingangsposten einer Marine Basis landeten. Der Marine meinte wir seien hier falsch und wies uns dann auf den rechten Weg. So ging es durch endlose einsame Wüstengebiete, fast alleine. In Amboy mussten wir einen obligaten Halt bei Roy’s Cafe machen, einer Tankstelle und einem Kaffee mitten im Nirgendwo, aber mit einer eigenen geöffneten Poststelle. Tanken konnten wir aber nichts sonst kaufen, da eine Filmcrew gerade eine Filmsequenz drehte. So ging es dann weiter auf der Route 66 durch fast menschenleere Wüsten. Die auf der Karte eingezeichneten Ortschaften sind eher ein Hinweis auf verfallene Häuser verstreut in der Landschaft, jedenfalls hatten wir diesen Eindruck. Der Route 66 verläuft in diesem Teil fast immer entlang der Zuggeleise und so konnten wir immer wieder ewiglange Güterzüge beobachten. Einmal hatten wir sogar das Glück an einem Bahnübergang anhalten zu müssen und so konnten wir zwei Züge, je einer aus einer Richtung, ganz aus der Nähe beobachten. Speziell war auch das wir hier draussen in der Wüste Regen und kleine Sandtornardos erleben durften. Hier in der Mojave Wüpste regnet es 4 bis 5 mal pro Jahr und so gesehen hatten wir Glück und auch die Temperatur war erträglich. Kurz vor Needles hiess es dann die Route 66 verlassen und auf den Highway 95 Richtung Las Vegas wechseln. Spätestens nach Henderson konnte man Las Vegas sehen, einfach eine riesige Stadt mitten in der Wüste. Mit unserem Karten-material haben wir dann das Hotel Bellagio auch gut und schnell gefunden.

Ach ja es ist in der Zwischenzeit 102 Fahrenheit - aber trotz allem erträglich und die Hotels sind nicht mal so gekühlt, wie wir es aus Asien kennen.

Nach dem Einchecken und einem Zimmerwechsel (das Hotel hatte aus irgend einem Grunde unsere Zimmerkategorie mit Sicht auf den See nicht mehr und das uns dann angebotene Zimmer mit Upgrade hatte keine Sicht auf den See), haben wir uns in unsere Suite 11.001 (mit wunderbarer Sicht auf den See und das Wasserspiel) eingerichtet. Und so zogen wir dann los, von Hotel zu Hotel. Diese Stadt ist einfach verrückt. Die Hotels sind riesig und oft einem bestimmten Thema gewidmet. So gibt es zum Beispiel das Venetia mit Campanile, Rialto Brücke, Gondolieres und einem nachgebauten Piazzo San Marco. Speziell ist auch, dass wir uns mit Anja nicht in eine Lounge einer Bar im Hotel setzen und einen Drink nehmen durften, da ja Anja noch nicht 21 ist. Aber in einem Restaurant geht es dann. Auf der anderen Seite kann man bzw. muss man in jedem Hotel durch die Casinos laufen und das geht auch mit Anja auch wenn Tabledancerinnen sich zu lauter Musik bewegen. Ebenfalls laufen auf der Strasse die Leute mit Alkohol rum, da sagt niemand etwas. Irgendwie nicht ganz zu verstehen. Auf dem Rückweg ins Hotel fing es dann mächtig an zu regnen mit enormen Gewittern und wir mussten uns den Rückweg von Casino zu Casino bahnen um nicht allzu fest nass zu werden. Jetzt geniessen wir von der Suite den Blick auf den Springbrunnen und lassen so die Nacht einläuten.

Geplante Miles: 213
Gefahrene Miles: 219


 

 

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